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Lieblingsplatz im Grünen – Gärten und Parks im Elsass

„Quel beau jardin – welch schöner Garten“, soll Ludwig XIV. gesagt haben, als er das erste Mal von den Vogesen aus über das Elsass blickte. Gemeint hat er damals die fruchtbare Landschaft mit den Weinbergen und Feldern. Heute gibt es überall im Elsass liebevoll angelegte Gärten und Parks. Sie lohnen das ganze Jahr über einen Besuch, zum Beispiel während eines Kurzurlaubs oder im Anschluss an eine Partie Golf.

Die elsässischen Gärten sind immer ein Erlebnis. Und jeder für sich ist etwas ganz Besonderes. Hier können sich die Menschen erholen, picknicken, joggen oder gemeinsam spielen. Es gibt Ausstellungen, Konzerte, Tanzvorstellungen und Festivals. Und viele Gärten bieten nicht nur Raum für Kunstwerke, sondern sind selber eines. 

Zeitreise in die Vergangenheit
Elf mittelalterliche Gärten liegen an der elsässischen Weinstraße, von denen jeder ein eigenes Thema hat. Es gibt einen Garten speziell für Kinder, einen Dillgarten, einen Musikgarten und auch das Werben um die höfische Dame in dieser Zeit lebt in einer der Anlagen wieder auf. Besucher lernen mehr über Weinreben sowie Heil- und Küchenkräuter der damaligen Zeit oder welche Nutz-, Daunen- und Färbepflanzen für die Textilproduktion benötigten wurden. 
Wer sich mehr für die neuere Geschichte interessiert, sollte den Garten der zwei Ufer zwischen Kehl und Straßburg besuchen. Auf dem Gelände fand 2004 die grenzüberschreitende Landesgartenschau statt. Der heutige Bürgerpark ist rund 40 Hektar groß, 15 davon liegen auf deutscher, 25 auf französischer Seite. Sehenswert sind unter anderem die Passerelle des deux rives (Brücke der zwei Ufer), ein 44 Meter hoher Aussichtsturm, der biblische Garten mit 17 Stelen, ein Geschichtsband und wechselnde Kunstwerke. Hauptattraktion auf französischer Seite ist eine 250 Meter lange Wasserwand. 
Vergangenheit und Kunst verbinden sich im Parc de Wesserling. 1986 kaufte der Landkreis die 17 Hektar große, denkmalgeschützte Anlage bestehend aus Textilmanufaktur und Dorf und machte daraus einen kulturellen Park. Anziehungspunkte sind heute das Textilmuseum, das große Heizhaus mit seinen Kunstausstellungen und die fünf Gärten: Gemüse- und Barockgarten, Mediterrane Terrassen, Englischer Landschaftsgarten und der Landschaftspark. Sie bieten Erlebnisse für alle Sinne. Jedes Jahr gibt es zusätzlich wechselnde Gartenanlagen und Kunstwerke, die einem bestimmten Thema gewidmet sind. 

Natur und Kunst verbinden sich
Ein grüner Rahmen für die Kunst ist der Garten des Musée Würth in Erstein. Die zackigen, leuchtend bunten Blätter sollen weniger die Architektur des Museumsbaus verbergen, sondern den Blick öffnen. Auch aus dem Inneren des Museums sind sie zu sehen und unterstreichen den Kunstgenuss. Die große Wiese entlang der Südfassade bietet Platz für Sonderausstellungen oder Werke aus der Sammlung. Gleichzeitig ist der Garten Ausgangspunkt für den Kunst-Parcours durch den Park mit seinem Wäldchen, einem verspielten Bachlauf und zahlreichen versteckten Ruheplätzchen. Wie sehr die Natur die Kunst beeinflusst, ist auch im Musée Lalique zu sehen. Dessen Gärten sind in drei verschiedene Welten unterteilt und eine Hommage an die Natur, die den bekannten Schmuck- und Glaskünstler inspirierte. 

Exotisch und außergewöhnlich
Im Jardin de l’Escalier in Brumath ist der Name Programm: Der 3.000 Quadratmeter große Stufengarten bezaubert mit einem Rosenhain, verschiedenen Bäumen und Ziersträuchern, quadratischen Gemüsebeeten sowie einem Zen-Garten. Eine Sinnesreise der besonderen Art  können Besucher im StraßburgerJardins des senteurs et du toucher unternehmen. Er wurde speziell für Sehbehinderte angelegt, doch jeder kann hier auf Entdeckungsreise gehen und schnuppern, tasten und genießen. Schwer fällt die Entscheidung in Mulhouse mit seinen vielen Gärten und Parkanlagen. Heimische und exotische Pflanzen sind im Botanischen Garten zu sehen. Entstanden ist der Park im romantischen Stil bereits 1868 auf Initiative Mulhouser Unternehmer nach dem Vorbild des Pariser Jardin d’acclimatation. Typisch französisch ist der Parc Alfred Wallach mit seinen Blumenbeeten, einem Labyrinth, Treppen und Alleen, Brunnen und Statuen sowie verschiedenen Rosenarten. In Saverne ist der „Königin der Blumen“ ein ganzer Garten gewidmet. Mehr als 8.500 Stöcke – insgesamt über 550 Arten – sind im zweitgrößten französischen Rosengarten gepflanzt.


Würde Ludwig XIV heute ins Elsass reisen, würden ihm sicherlich die „villages fleuris“, die Blumendörfer, ins Auge fallen. Farbenfrohe Arrangements schmücken viele kleine und größere Ortschaften. Nicht nur in den Blumenkästen der mittelalterlichen Fachwerkhäuser, überall leuchten die Blumen vom Boden bis hinauf zu den Balkonen und wetteifern bei Einheimischen und Gästen um den Titel des schönsten Dorfes.
 

Ein grüner Rahmen für die Kunst ist der Garten des Musée Würth - © Benoit Linder

Im Musée Lalique sind die Gärten eine Hommage an die inspirierende Natur - © Musée Lalique, David Desaleux

Im Parc de Wesserling finden wechselnde Ausstellungen statt - © Parc de Wesserling

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