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Genießerland Elsass: Vom Augen- zum Gaumenschmaus

Leben wie Gott in Frankreich – nirgendwo geht das besser als im Elsass. Hier kann man zwischen pulsierenden Städten und schmucken Dörfern wählen. Die herrliche Landschaft lädt zum Golfen, Rad fahren oder Wandern ein, Architektur und Kultur locken mit kurzweiligen Besuchen. Gekrönt wird ein Aufenthalt in dieser gesegneten Region durch kulinarische Verführungen der Extraklasse: Sternegastronomie und eine bodenständige Küche, verbunden mit traditionellen und experimentierfreudigen Winzern, lassen jedes Genießerherz höher schlagen.

  • von Anja Degner-Baxmann

Bei einer Genusstour durch das Elsass lohnt ein Stopp im Örtchen Laubach, rund 40 Kilometer nördlich von Straßburg. Das Restaurant La Merise ist typisch für die Genießerregion: Hier vereinen sich eine hervorragende Küche – ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern – und die idyllische Landschaft, die beim Essen durch die großen Fenster immer mit am Tisch sitzt. Überhaupt ist das Elsass eine einzige kulinarische Versuchung. Wein und Gastronomie sind wesentliche Bestandteile der elsässischen Identität: 27 Restaurants sind mit Michelinsternen ausgezeichnet, es gibt 119 Weinbaugemeinden und 51 Grand-Cru-Lagen. Die Destination „Elsässer Weinstraße“ mit ihren 86 Weinkellern, 89 Unterkünften, 65 Restaurants und Weinbars wurde mit dem Qualitätssiegel „Vignobles & Découvertes“ ausgezeichnet. Diese Anerkennung auf nationaler Ebene bedeutet für die Besucher einen echten Mehrwert. Damit verbunden sind ein erstklassiger Empfang, umfassender Service sowie kompetente und engagierte Dienstleister, die verschiedene Fremdsprachen sprechen und gute Empfehlungen geben.

Doch es muss nicht immer die Sterneküche sein. Das dampfende Nationalgericht Bäckeoffe, ein leckeres Choucroute (Sauerkraut) oder eine knusprige Tarte Flambé schmecken köstlich. Serviert in einem urigen Restaurant, zusammen mit einem Riesling oder Edelzwicker, ist das Genuss pur. Wer gerne die alte Weintradition kennenlernt, ist im Keller des Maison Zeyssolff in Gertwiller richtig. Das Dorf ist bekannt als Lebkuchendorf und Zentrum des Gewürztraminers. Im Keller des Weinguts befinden sich noch mehrere rund 100 Jahre alte Eichenfässer sowie ein 1897 für die Pariser Weltausstellung hergestelltes Fass. Neben der Besichtigung der alten Objekte gibt es die Möglichkeit, aktuelle Weine zu verkosten und im Shop zu kaufen. Diese Verbindung von alt und neu ist typisch für das Elsass. Immer mehr Winzer erweitern ihre Weingüter und –keller. Neue Ausstellungs- und Proberäume entstehen, das gastronomische Angebot wird ausgebaut, spektakuläre Aussichtsterrassen laden zum Verweilen und Genießen ein. Zunehmend stellen die Winzer auf Bioanbau um. Ein „alter Hase“ ist dabei das Weingut Achillée in Scherwiller, dessen Weinberg seit über 20 Jahren biologisch angebaut wird. Neu hinzugekommen ist 2016 der bioklimatische Keller. Er ist als Passivhaus aus Holz und 5000 selbsttragenden Strohballen errichtet und damit das größte Bauwerk dieser Art in Europa.

GENUSS PUR IN DEN SCHÖNSTEN DÖRFERN FRANKREICHS

Gleich fünf der schönsten Dörfer Frankreichs liegen im Elsass: Riquewihr, Eguisheim, Hunawihr, Mittelbergheim und Hunspach. Eguisheim, das bunte Blumendorf an der Weinstraße, wurde 2013 zusätzlich zu Frankreichs beliebtestem Dorf gewählt, 2017 bekam Kaysersberg diese Auszeichnung und 2020 Hunspach. Was sollen die Besucher in diesen malerischen Dörfern, die alle noch bestens erhalten sind und mit Bäcker, Metzger und kleinen Läden eine gute Infrastruktur bieten, als erstes unternehmen? Jedes für sich ist ein Unikat. Gemeinsam sind ihnen die mittelalterlichen Gässchen, die verwunschenen Innenhöfe mit alten Weinfässern und –pressen, oft gibt es eine Burg, um die sich das Dörfchen gruppiert. Bei einem Rundgang schweift der staunende Blick über schiefe Fachwerkhäuser, die nur von außen alt und innen immer öfter liebevoll renoviert und hypermodern sind. Im Winter locken idyllische Weihnachtsmärkte. Regionale Märkte bieten frische Produkte direkt vom nahen Feld. Winzer öffnen gerne ihre Kellertüren und lassen die Gäste ihre Tropfen probieren. Immer öfter laden sie auch zu einem Rundgang durch die Weinberge ein. Verschiedene Museen bieten Einblicke in die abwechslungsreiche Kultur der Region. In Mittelbergheim nahe Obernai faszinieren anstatt Fachwerkhäusern elegante Renaissancebauten aus rosa Stein die Besucher. Das Weinschlagbuh, eine handschriftliche Chronik des dortigen Weinguts, listet die jährlichen Preise des Weines auf – bis zurück ins Jahr 1456!

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, begibt sich von Equisheim hinauf zu Schloss Hohlandsburg. Das Chateaux liegt auf einem Berggipfel und bietet bei gutem Wetter eine unvergleichliche Sicht bis zur Spitze des Straßburger Münsters und in die Berner Alpen. Sie ist die gewaltigste Burg des Elsass und heute ein Ort der Kultur. Ebenfalls bei Equisheim, das auch der Geburtsort von Papst Leo ist, liegen die drei Exen. Die drei Burgen wurden zwar nicht gleichzeitig, dafür in unmittelbarer Nähe zueinander, auf einem Höhenrücken gebaut. Wanderer, die den Berg mit den Ruinen erklimmen, werden mit grandiosen Ausblicken in die Umgebung belohnt.

Tipps zum Erleben und Genießen finden Sie im Magazin für den Schwarzwald und Elsass Golfurlaub

 

  • veröffentlicht im Magazin für den Schwarzwald und Elsass Golfurlaub 2021

Eguisheim, das bunte Blumendorf an der Weinstraße, © OT Eguisheim

Biodynamischer Wein und lässiges Ambiente im Weingut Achilée, © Achilée

Tarte flambée, © Studio Chlorophylle / Fotolia

Im Keller des Weinguts Zeyssolff steht ein Fass aus dem Jahr 1897, © Maison Zeyssolff

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